Nachhaltigkeit durch spezielle Baugrundverbesserungsverfahren

Die Definition des Deutschen Bundestages lautet: „Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen menschlicher Existenz“. Die „Nachhaltigkeit“ beinhaltet Ökonomie, Soziales und Ökologie.

Der Primärenergieverbrauch hängt mit CO2- und SO2-Äquivalenten unmittelbar zusammen. Die CO2-Emissionen sind zu einem internationalen Maßstab für Nachhaltigkeit geworden. Die Bebauung der Umwelt trägt zu ein Drittel aller Treibhausgasemissionen bei und die globale Bautätigkeit verbraucht ca. 50% aller Rohstoffe, die der Erdkruste entnommen werden. Umweltfreundliches Handeln und energiesparende Bauweisen sollen Deutschland CO2-ärmer und nachhaltiger machen.

In anderen Industriebereichen, wie im Bahnverkehr, nimmt man im Interesse der Nachhaltigkeit, z.B. für Ökostrom, deutlich höhere Kosten in Kauf. Bei Anwendung der Baugrundverbesserungstechniken kann man bei der Gründung mit den nachhaltigen Lösungen auch noch Geld sparen. Im Spezialtiefbau gelten die Verfahren der Baugrundverbesserungstechniken als besonders ökonomisch und ökologisch.

Eine Baugrundverbesserungsmaßnahme kann für sich allein nicht als nachhaltig bewertet werden, da hierbei immer Energie und Stoffe verbraucht werden sowie Emissionen von Schadstoffen entstehen.

Was macht die Baugrundverbesserungsverfahren so besonders?

Es gibt einerseits den positiven Vergleich mit anderen Spezialtiefbauverfahren. Für den Spezialtiefbau werden Energie und Stoffe wie Stahl, Beton, Diesel, Strom und Bodenaushub verbraucht. Der Energieverbrauch findet bei der Bauleistung, der Baustoffherstellung, dem Transport auf die Baustelle sowie bei Bodenaushub und Entsorgung von Reststoffen statt. Unter den klassischen Spezialtiefbauverfahren fallen Baugrundverbesserungstechniken im Vergleich ohne Einsatz von Stahl und Zement als Verfahren mit dem geringsten Primärenergieverbrauch sofort positiv auf.

Was macht die Baugrundverbesserungstechniken weiterhin so besonders? Bei den Baugrundverbesserungstechniken wird auch Energie zur Bauausführung sowie über die verwendeten Materialien wie Kies, Bindemittel und Kunststoffdrains verbraucht. Der Verbrauch erfolgt aber zielgerichtet, um Bodenaustausch, Bodenförderung und Stahlverbrauch zu reduzieren bzw. ganz zu vermeiden.

Die größten Kosten- und Energie- bzw. Einsparungen finden neben dem Spezialtiefbau bei den Baugrundverbesserungstechniken in der Baustruktur darüber statt. Eine Bilanzierung stellt den Aufwendungen für ein Bauwerk die Einsparungen des Primärenergieverbrauchs und der Schadstoffemissionen gegenüber. Eine isolierte Betrachtung einzelner Bauteile, Verfahren oder Gewerke ist für eine Beurteilung der Nachhaltigkeit nicht zielführend. Verschiedene Gründungsvarianten haben eine unterschiedliche Struktur bzw. einen Überbau zur Folge. Durch den gezielten Einsatz der Baugrundverbesserungstechniken können Balkenroste und die Mächtigkeit der Betonplatten mit ihren CO2-intensiven Baustoffen Stahl und Beton eingespart werden, was sich ökologisch wie auch monetär gewinnbringend auswirkt.

Zusammenfassend kann festgestellt werden:

Durch den Einsatz der Baugrundverbesserungstechniken wird die Bilanz des Gesamtbauwerks nachhaltig optimiert. Die Baugrundverbesserung ist eine Alternative zum Bodenaustausch und zur Pfahlgründung. Als energiearmes Gründungssystem eignen sich besonders Baugrundverbesserungen, die sowohl einen großen energetischen Vorteil bieten als auch die Baugrundverformungen reduzieren und die Tragfähigkeit des natürlichen Bodens auf das erforderliche Maß erhöhen.

Die für dieses Gründungssystem teilweise eingesetzten natürlichen Materialien, wie Kies und Schotter, müssen nicht aufwendig hergestellt werden, wie Zement und Beton. Stahl wird hier ebenfalls nicht benötigt.

Bei den Baugrundverbesserungsverfahren handelt es sich ausschließlich um Eigenverdichtungs- oder Vollverdrängungssysteme ohne Bodenförderung. Es muss also auch kein Boden entsorgt werden. Ein weiterer ökonomischer, energetischer und ökologischer Vorteil.

Die Baugrundverbesserungstechniken werden bundesweit durch die MENARD GmbH als Unternehmen der menard-group ausgeführt.

Auf Wunsch erstellt die MENARD GmbH CO2-Berechnungen und berät die Kunden bei der Auswahl des umweltfreundlichsten Gründungssystems, getreu der Zielrichtung: Die Alternativen müssen vor allem auch wirtschaftlich sein!

Unterschiedliche neue Baugrundverbesserungsverfahren unter dem Titel „Sustainable Technology“ vereinen hochwertige Technik, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auf besondere Weise. Die modernen Gedanken der Zukunft, Umwelt und Ressourcen sind neben der Wirtschaftlichkeit ein besonderes Merkmal der Verfahren.

Alle Verfahren der MENARD GmbH vermeiden eine Bodenförderung. MVC® hat die beste CO²-Bilanz und den geringsten Primärenergiebedarf. Die Auflastverfahren sind am preisgünstigsten. Die verdrängenden Verfahren erfüllen am schnellsten die höchsten Setzungsanforderungen. Das DYNIV®-Verfahren ist dabei besonders wirtschaftlich und nutzt nur natürliche Baustoffe.

Verschiedene Verfahren im Vergleich

CMC®
  • Betonsäulen ohne Stahl
  • schnell, geringste Setzungen
Mehr zum Verfahren
RDV/RSV
  • Eigenverdichtung / Materialeinbau
  • kein Stahl oder Beton
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DYNIV®
  • Eigenverdichtung / Materialeinbau
  • preis- und CO2- günstig / Recycling
Mehr zum Verfahren DYNIV
Mehr zum Verfahren DYNIV Säulen
Vertikaldrains
  • Konsolidation mit Auflast
  • günstigstes Verfahren
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MVC®
  • Konsolidation ohne Auflast
  • beste CO2- und Energiebilanz
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